Aufzug neu erfinden – PRODOC berichtet über Neuerungen im Bereich der Aufzüge

Deutsche Ingenieure erfinden den Aufzug neu: düsen, düsen, düsen, düsen im Sauseschritt!

PRODOC stellt die Innovation im Bereich der Aufzüge vor:

Bereits über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Mit steigender Anzahl der Menschen erhöht sich auch die Dringlichkeit hinsichtlich der Wohnmöglichkeiten, was den Bau von immer höheren Gebäuden zur Folge hat.
Mit zunehmender Höhe wird es jedoch fortlaufend schwieriger, Aufzüge in die Bauwerke zu integrieren.
Das baden-württembergische Unternehmen Thyssenkrupp hat nun bezüglich des „Aufzug-Problems“ Abhilfe geschaffen. Mitte Juli wurde der erste Aufzug ohne Seile von Thyssenkrupp vorgestellt, die Innovation im Bereich der Antriebstechnik: der „MULTI“.

Ein Aufzug ohne Seile, wie funktioniert das?

  • Bei dieser Antriebstechnik ist der Antrieb nicht wie bei einem herkömmlichen Aufzug an die Seile gebunden, sondern direkt an der Kabine befestigt. Er besteht aus einem Linearmotor mit wandelnden Magnetfeldern, welcher die Seile überflüssig macht. Dieser Linearmotor hat Energie für etwa 2 Stunden und dann per Highspeed-Akku wieder aufgeladen, sobald er steht.
    Ferner besitzt „MULTI“ ein sogenanntes Wechselsystem, welches mithilfe einer Lineartechnologie in der Lage ist, den Linearantrieb und die Leitgestänge um 90 Grad zu drehen. Dadurch kann sich die Aufzugkabine vom Vertikalen ins Horizontale drehen und umgekehrt. Dies ermöglicht es dem neuartigen Aufzug, auch seitwärts zu fahren.

  • ThyssenKrupp Aufzug

Was für Auswirkungen hat dieses neue System?

Mit dem neuen Antriebssystem kann „MULTI“ in alle Richtungen fahren, sprich in einem Zyklus. Angesichts dieser Innovation werden zum einen bei der Gebäudegestaltung Freiheit und Flexibilität hinsichtlich Form und Höhe gewährleistet. Zum anderen können mehrere Gebäude Dank dieses innovativen Aufzugs verbunden werden.

  • Besonders in sehr hohen Gebäuden lässt sich der Aufzug einwandfrei einsetzen, da der „MULTI“ in der Höhe keine Grenzen kennt.
    Ein weiterer Fortschritt besteht in der Konstruktion: Bei dem Bau des „MULTI“ hat Thyssenkrupp leichte Kohlenstoffverbundstoffe implementiert. Mithilfe dieser können Gewicht und Masse der Aufzugkabine reduziert werden. Somit muss der Linearmotor weniger Kraft aufbringen, um die Kabine zu bewegen, wodurch Energie eingespart werden kann.

  • Aufzug Testturm

Neue Technik für Aufzüge: Doch wo bleibt die Sicherheit ohne Seile?

Die Sicherheit im „MULTI“ ist durch eine spezielle Bremstechnik gegeben. Diese ist unter anderem abhängig von den verbauten Sensoren, welche Beschleunigung, Bremsverhalten und Vibration messen sollen. Zusätzlich soll der Aufzug durch das magnetische Feld in seiner Position gehalten werden.

„MULTI“ hat aber noch viel mehr Vorteile zu bieten.

Aufgrund der Tatsache, dass die neu entwickelten Aufzüge in einer Art Dauerschleife fahren, stehen mehr Aufzüge in kürzerer Zeit zur Verfügung. Angesichts dessen müssen die Fahrgäste des innovativen Aufzugs nicht länger als 15-30 Sekunden auf den nächsten Aufzug warten, da auch die Geschwindigkeit im Gegensatz zu herkömmlichen Aufzügen erhöht wird. Die verbauten Prototypen des „MULTI“ können im 246 m hohen „Testturm“ im baden-württembergischen Rottweil mit bis zu 65 km/h auf und ab rasen.

Außerdem stehen größere Kapazitäten zur Verfügung. Zwecks der ebenfalls von Thyssenkrupp entwickelten TWIN-Aufzüge ist es möglich, mehrere unabhängige Kabinen in einer geringen Schachtanzahl zu betreiben. Außerdem verringert sich der Platzbedarf der Aufzüge um etwa 50%, was bei der Gebäudegestaltung von großer Bedeutung ist. Somit ist höhere Effizienz gegeben.

Eine neue, von Thyssenkrupp erschaffene Ära hinsichlich Transport und Mobilität beginnt.

Technische Übersetzungen für Aufzüge

PRODOC Translations bietet für Hersteller von Aufzügen technische Übersetzungen sowie Softwarelokalisierung aus Deutsch und Englisch an.

 

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