DuoSkin: Körper als digitale Steuereinheit durch Tattoos

DuoSkin, eine Kollaboration zwischen dem MIT Media Lab und dem Softwarekonzern Microsoft, hat eine Technologie zur Herstellung temporärer Tattoos entwickelt, die als Interface für digitale Einheiten genutzt werden können.

Diese funktionellen Einheiten, die direkt auf der Haut angebracht werden, stellen eine überaus spannende neue Möglichkeit der digitalen Kommunikation dar. Da PRODOC im Bereich der Automatisierungstechnik, Mess-, Regel-, Steuertechnik technische Übersetzungen erstellt, ist die Frage, ob diese Technologie den Alltag revolutionieren kann, oder ob es sich schlichtweg um ein originelles Mode-Gimmick handelt, sehr interessant.

Die Zeit, in der digitale Systeme in Form von unhandlichen, unpraktischen Computern das höchste der Gefühle waren, ist längst vorbei: In weniger als 20 Jahren hat sich eine Vielfalt entwickelt, die sich wohl kaum jemand hätte erträumen können. Laptops, Smartphones, Tablets, VR-Brillen, Smart-Watches, Fitnessbänder, Daten-Brillen – die Liste ist bereits lang und man kann davon ausgehen, dass noch viel mehr folgen wird.
Mit der Form haben sich auch die interaktiven Schnittstellen zur digitalen Kommunikation gewandelt. Nach dem Schritt Weg von der Tastatur hin zum virtuellen Keyboard, von der Computermaus zum Touchscreen, lässt sich derzeit eine Vielzahl neuer kreativer und vielversprechender Ansätze beobachten.

3 Funktionen mit DuoSkin, die digitale Steuereinheit

  • Die äußerst spannende Entwicklung namens DuoSkin stellt einen weiteren Evolutionssprung in Sachen digitaler Steuereinheiten dar.

    DuoSkin ist ein Herstellungsprozess, bei dem die digitale Steuereinheit, hier digitale Schaltkreise in Form von metallhaltigen temporären Tattoos, direkt an den Körper angebracht beziehungsweise geklebt wird.

  • DuoSkin

Mit diesen Einheiten auf der Haut ist man nun in der Lage, drei unterschiedliche Funktionen auszuführen:

Steuerung durch simples Streichen über das Tattoo lässt sich etwa ein Smartphone steuern. Das System ist dabei ähnlich responsiv wie ein Touchscreen.

Kommunikation: In ein DuoSkin Tattoo kann beispielsweise ein NFC-Chip integriert werden, auf dem sich Informationen wie etwa digitale Visitenkarten oder Zutrittsberechtigungen speichern lassen, oder auch digitale Guthaben.

Ebenfalls bereits verfügbare Mikro-Sensoren, die mit DuoSkin an der Haut angebracht werden, erlauben beispielsweise die Messung von Körperdaten wie der Körpertemperatur in Echtzeit. Diese können etwa für die Überwachung des Gesundheitszustandes eingesetzt werden.

Digitale Einheit mit Potential zur Modeerscheinung

  • DuoSkin ist nicht nur eine funktionelle digitale Steuereinheit sondern auch ein Modeaccessoire – man setzt als Material beispielsweise auf Blattgold- und Silber. Auch die beliebig gestaltbare Musterung der Einheiten macht es zu einem potentiellen modischen Lifestyle-Produkt. Das Design kann theoretisch jeder selbst gestalten, der ein Programm zur Erstellung von Vektorgrafiken verfügt – in Zeiten hoher Verbreitung von Photoshop und ähnlichen Programmen ist das kein Problem mehr. Die fertige Grafik wird dann direkt über einen DuoSkin-Drucker in ein temporäres Tattoo verwandelt, welches kinderleicht auf jede geeignete Körperstelle geklebt werden kann.

  • DuoSkin Blattgold

Gerade aufgrund des sehr einfachen Herstellungsprozesses, dem damit einhergehenden günstigen Preis, und seiner hohen Funktionalität kann man durchaus davon ausgehen, dass DuoSkin zu einem spannenden und weitverbreiteten Lifestyleprodukt werden könnte.

Und DuoSkin bietet eine denkbar einfache Lösung für so manches Luxusproblem: So ist es doch häufig ziemlich umständlich, das Smartphone aus der Tasche zu kramen, um etwa einen Anruf anzunehmen oder die Lautstärke zu verringern. Mit einem DuoSkin Tattoo könnte man etwa kurz über die Handoberfläche streichen, um entsprechende Befehle abzugeben. Ein Produkt dass also ebenso praktisch wie modisch ist – man darf gespannt sein, ob es sich durchsetzen wird.

Duo-Skin Infowebsite

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