Wearables – Besser vernetzt mit Smarter Kleidung

Eine der zahlreichen spannenden Entwicklungen im Bereich Sensorik und Digitalisierung sind Wearables und smarte Kleidung.

Da Kleidung nahezu jederzeit und überall getragen wird, eignet sie sich ganz besonders dafür, als Steuer- und Messinstrument für eine ganze Reihe von Anwendungen zu dienen, die uns den Alltag erleichtern. Spannendes Thema für PRODOC, dem Übersetzungsdienstleister für technische Übersetzungen im Bereich der Automatisierungstechnik, Steuer- und Messtechnik.

Wearables, smart Materials, Mikrochips und moderne Sensortechnik ermöglicht auch der Modeindustrie völlig neue Geschäftsfelder: Waren digitale Funktionen bisher nur über Geräte verfügbar, die mehr oder weniger transportabel waren, ermöglicht Smarte Kleidung die Nutzung digitaler Technologien auf denkbar praktische Art und Weise – denn Kleidung tragen wir sowieso, und das fast immer und überall.
In den letzten Jahren ermöglichten technologische Entwicklungen dieses neue Geschäftsfeld, in dem nach und nach mehr spannende und innovative Produkte und Wearables auf den Markt kommen.

Spider Dress 2.0

Eine Pionierin smarter Kleidung ist die niederländische Avantgarde-Modedesignerin Anouk Wipprecht. Mit ihren futuristischen Kleidern erregte Sie in den letzen Jahren weltweit Aufmerksamkeit auf Modeschauen, Kunstausstellungen und Technologie-Messen. Ihr Spider Dress 2.0 etwa ist in der Lage, mithilfe von Biosensoren direkt sowohl auf Umwelteinflüsse zu reagieren, als auch auf den Zustand der Kleidträgerin. Das mit mechanischen Spinnenbeinen und LED-Augen ausgestattete Kleid reagiert so etwa autonom auf bestimmte Einflüsse: Bei langsamer Näherung einer Person können die Beinchen ebenso freundlich winken, wie sie eine aggressive Abwehrhaltung einnehmen können, wenn sich jemand zu schnell und potentiell aggressiv nähert. Dann Leuchten dazu auch die Spinnenaugen furchteinflössend auf. Zugrunde liegen der Funktionalität dieses Kleides, die auch auf etwa Puls und Körpertemperatur ihrer Träger reagieren kann, komplexe Mechatronik, Bauteile aus dem 3D-Drucker sowie modernste Sensortechnik und der Einsatz von Micro-Controllern.

Smarte Kleidung in Form einer Jeansjacke

Vielleicht etwas weniger expressiv, dafür aber deutlich näher am massenkompatiblen Markt, bewegt sich eine Jeansjacke des Textilkonzerns Levi’s, der in Zusammenarbeit mit Google Labs smarte Funktionen integriert wurden. Die „Commuter Jacket“ wird teilweise aus leitfähigem Garn hergestellt und kann sich via Bluetooth etwa mit dem Smartphone verbinden – so kann dann anhand von einfachen Gesten wie etwa einem Streichen über den Ärmel etwa ein Anruf angenommen werden, oder die Lautstärke reguliert. Wenn der integrierte Chip zuvor entfernt wird, kann die Jacke auch gewaschen werden. Für die bereits für 2017 angekündigte Jacke soll Google APIs veröffentlichen, welche die Programmierung eigener Apps durch dritte Entwickler ermöglicht.

Gadget-Rucksack als Crowdfunding-Hit

Auch Rucksäcke bieten einige Fläche für smarte Zusatzfunktionen. Als logischer Stauraum für allerlei technische Geräte aller Art sind sie geradezu prädestiniert als Wearables. Der Rucksack „Lifepack“ des in Norwegen beheimateten Start-ups Solgaard.co bietet einen integrierten Akku zum Nachladen, sowie eine Solarzelle, damit auch diesem die Energie niemals ausgeht. Im letzten Jahr konnte der Smarte Rucksack über eine Million Dollar per Crowdfunding lukrieren, und ist nun bereits lieferbar.

Wearables Hotspot Berlin

Wie man sieht ist das Internet der Dinge in Form von smarter Kleidung längst in der Mode- und Textilbranche angekommen. Man sieht ganz klar, smarte Kleidung gehört auf jeden Fall die Zukunft. Wer einen aktuellen Einblick in diese dynamische Branche gewinnen möchte, dem sei in Deutschland der Besuch einer der zahlreichen Messen in Berlin empfohlen. Die Stadt hat sich offenbar zu einem der Hot-Spots für Wearable-Technologie entwickelt. Im Jänner 2018 findet im Rahmen der Berlin Fashion Week die Conference on the Future of Fashion statt. Im April 2018 folgt die Wearable Europe, sowie die Wearable Berlin Trade Fair im Frühling 2019.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.