Elektromobilität – die Zukunft des Individualverkehrs

Der sukzessive Umstieg vor allem des Personenverkehrs auf Elektromobilität – weg von der Nutzung von Verbrennungsmotoren – ist eines der zentralen Elemente der Energiewende.
Da es sich hierbei um einen hochgradig vernetzten Industriezweig einer der umsatzstärksten Branchen überhaupt handelt, ist Elektromobilität ebenso ein treibender Faktor der Industrie 4.0.

Was versteht man unter Elektromobilität?

  • Elektromobilität ist eine moderne Methode um die beständige Nachfrage der Gesellschaft nach immer effizienteren Transportmitteln zu stillen.

    Zudem hat das Konzept der Nachhaltigkeit heutzutage eine weitaus höhere Priorität als bei allen vorhergehenden Technologien.

    Als Elektrofahrzeuge bezeichnet man sämtliche Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb – beispielsweise Elektroautos, Elektroroller, E-Bikes, aber auch die bereits etablierten elektrischen Bahnen.

    Dazu zählen selbstverständlich auch alle Arten von Fahrzeugen mit Hybridantrieben.

    Ein zentrales Element der Elektromobilität für den Individualverkehr ist die Entwicklung von effizienten Energiespeichern.

    Nur durch diese werden Elektrofahrzeuge von Energieleitsystemen unabhängig und gegenüber Verbrennungsmotoren mehr und mehr wettbewerbsfähig.

     

  • Elektromobilität - Elektroroller

Elektromobilität und Energiewende

  • Reine Elektrofahrzeuge sind grundsätzlich Verkehrsmittel, welche zumindest lokal emissionsfrei sind.

    Die Energiewende ist in diesem Segment allerdings erst dann tatsächlich erreicht, wenn die bezogene Energie ebenfalls nachhaltig ist, also aus grüner Energiegewinnung wie Solarenergie oder Wasserkraft stammt.

    Mit Elektroantrieben versehene Fahrzeuge emittieren allerdings bereits jetzt weniger Treibhausgase als solche mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

    Zumindest gilt dies nachgewiesener Weise dann, wenn der durchschnittliche europäische Strommix als Berechnungsgrundlage herangezogen wird.

    Dasselbe gilt in geringerem Maße natürlich auch für Hybridfahrzeuge.

  • Elektromobilität - Energiewende

Kurze Geschichte der Elektromobilität

  • Bereits im späten 19. Jahrhundert haben sich spurgeführte elektrische Verkehrssysteme etabliert.

    Straßenbahnen und U-Bahnen wurden nach und nach in Ballungsräumen eingesetzt.

    Im individuellen Personenverkehr trat die Elektromobilität erst gut hundert Jahre später in Erscheinung: Der Toyota Prius, das erste serienreife Hybridfahrzeug, kam im Jahr 1997 auf den Markt.

    Seit dem frühen 21. Jahrhundert haben die meisten wichtigen Hersteller von Kraftfahrzeugen zumindest Hybridfahrzeuge im Programm.

    Kaum zwanzig Jahre später, im Jahr 2015, wurden weltweit bereits über 500.000 Elektroautos verkauft. Auch E-Bikes und Elektroroller erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

    Experten prognostizieren einen Boom der Elektromobilität allerdings erst für die 2020er Jahre: Dann wenn die größten Hindernisse überwunden sind, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Elektrofahrzeugen derzeit noch verringern.

    Bis dahin sollen umfassende Förderprogramme in vielen Industrieländern die Elektromobilität schon jetzt beflügeln – nicht zuletzt deswegen, weil sich die Regierungen aller bedeutenden Industriestaaten der Weltgemeinschaft auf eine allgemeine Reduktion der Treibhausgase geeinigt haben.

  • Elektromobilität - erstes serienreifes Hybridfahrzeug

Vor- und Nachteile der Elektromobilität

  • Zu den wichtigsten Argumenten für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zählt das Argument der Nachhaltigkeit. Wird ein Elektrofahrzeug mit grüner Energie geladen, bewegt man sich nahezu emissionsfrei fort.

    Auch der Komfort von Elektroautos ist ein Argument für einen Umstieg: Deren Drehmoment ist aus dem Stand höher als bei Verbrennungsmotoren. Dazu kommt, dass Schalten nicht mehr notwendig ist. Außerdem sind Fahrzeuge mit Elektromotoren leiser und ärmer an Vibrationen, ihre Lebensdauer ist höher als bei Verbrennungsmotoren und auch deren Wartungskosten sind geringer.

    Aktuell sehen sich die Hersteller von Elektrofahrzeugen jedoch noch mit einigen technologischen Schwierigkeiten konfrontiert. Diese sind vor allem die relativ geringe Kapazität der Energiespeicher, welche die Reichweiten, die mit einer Ladung bewältigt werden kann, limitiert.

    Während Verbrennungsmotoren innerhalb von kaum einer Minute nachgetankt werden können, müssen Akkumulatoren relativ langwierig aufgeladen werden. Immerhin sinken die Kosten von Akkumulatoren derzeit drastisch, was sich senkend auf den derzeit noch relativ hohen Kaufpreis von Elektrofahrzeugen auswirken sollte.

    Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zur Energiewende im Individualverkehr ist, dass wohl noch viele Jahre vergehen werden, ehe die Netzdurchdringung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit jener von Tankstellen für Verbrennungsmotoren mithalten wird können.

    Eine mögliche Alternative zu Akkumulatoren sind Brennstoffzellen. Deren Leistung erreicht zwar nicht denselben Wirkungsgrad, jedoch müssen Brennstoffzellen nicht aufgeladen werden, sondern werden wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren betankt. Diese Technologie steht im Jahr 2017 kurz vor der Marktreife.

  • Elektromobilität