Intelligente Verkehrssysteme dank Big Data und IoT

Eines der größten Probleme nahezu aller Großstädte sind tägliche Verkehrsstaus. Diese bringen neben einer verschlechterten Lebensqualität einen enormen Produktivitätsverlust und eine riesige Verschwendung von Ressourcen mit sich. Auch ist ein nicht unerheblicher Anteil der Schadstoffemissionen einer Stadt auf Staus zurückzuführen. Intelligente Verkehrssysteme dank Big Data und IoT sorgen vielleicht schon bald dafür, dass Staus weitgehend der Vergangenheit angehören.

  • Tägliche Staus ohne Intelligente Verkehrssysteme dank Big Data und IoT

    Die Zahlen sind enorm: In der Stadt München, Spitzenreiter in der Statistik für Deutschland, verbrachte im Jahr 2016 durchschnittlich jeder Autofahrer 49 Stunden im Stau. Diese Zahl zeigt, wie akut das Problem ist, zudem die Zahlen weiterhin beständig ansteigen.

  • Stau Intelligente Verkehrssysteme

Glücklicher Weise wird an Lösungen für die Staufalle Stadt längst fieberhaft gearbeitet. Hoffnungen, diesen Trend schon bald umkehren zu können, machen neben Innovationen wie Car Sharing, nicht zuletzt Big Data und das IoT Internet der Dinge.

Fahrzeuge und Smartphones liefern wertvolle Daten

Das Internet der Dinge (IoT) hat längst Einzug in unseren Alltag genommen. Fast jeder führt heutzutage nahezu rund um die Uhr ein Smartphone mit sich, welche einer Vielzahl an Daten über das Nutzerverhalten und über Sensoren generiert. Dazu kommt, dass moderne Fahrzeuge ebenfalls mit Sensoren ausgestattet sind und somit zumindest theoretisch dazu in der Lage sind, Daten zu generieren.

  • Der Autohersteller Tesla nutzt diese Daten beispielsweise, um den Autopiloten ihrer Fahrzeuge zu optimieren, was mittelfristig zu mehr Sicherheit im Verkehr führen soll. Denn diese Daten können dank Big Data-Technologie effektiv verarbeitet und analysiert werden. Auf höherer Ebenso können diese gesammelten und analysierten Nutzerdaten von sehr vielen Verkehrsteilnehmern, neue Möglichkeiten eröffnen, Staus zu verhindern: Man spricht dann von einem intelligenten Verkehrssystem.

  • Tesla Intelligente Verkehrssysteme

Intelligente Verkehrssysteme dank Big Data und IoT

  • Staus könnten also durch Big Data und das IoT in naher Zukunft verringert werden – davon ist beispielsweise auch Apple CEO Tim Cook überzeugt. Vor wenigen Wochen hat der Apple-Chef bekannt gegeben, die stolze Summe von einer Milliarde Dollar in das chinesische Unternehmen Didi Chuxing investiert zu haben.

  • BigData Intelligente Verkehrssysteme

Es handelt sich hierbei um eine App, die als Börse für Mitfahrgelegenheiten funktioniert. Didi Chuxing ist anhand der Nachfrage der Mitfahrgelegenheiten ihrer User beispielsweise dazu in der Lage, in Echtzeit hochzurechnen, in welchen Gebieten mit besonders hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Dabei gilt: Je größer die Nutzerzahl, umso genauer die Daten.
Mithilfe solcher Daten und deren Analyse können in Zukunft beispielsweise Navigationssysteme entstehen, welche Zonen mit besonders hohem Verkehrsaufkommen geschickt vermeiden. Wenn diese Navigation koordiniert stattfindet, lassen sich schließlich Verkehrsströme in großem Maßstab beeinflussen.

Intelligente Ampelsysteme

Auch bei Ampelsystemen gibt es viel Verbesserungspotential. Die meisten Ampeln werden heute auf Basis von temporären, oft manuell durchgeführten Verkehrszählungen programmiert und sind dementsprechend ungenau und vor allem unflexibel.
Ein intelligentes Ampelsystem, welches in der Lage ist, sich basierend auf der Verkehrsdichte in Echtzeit anzupassen, könnte dramatisch zu einem besserem Verkehrsfluss beitragen. Voraussetzung ist hierfür allerdings die Vernetzung gesamter Ampelsysteme, welche über komplexe Algorithmen die Schaltungen in Echtzeit anpassen können (Kommunikation über Bussysteme, als Basis der Technologie 4.0). Je größer die Anzahl von Ampeln, umso komplexer wird allerdings die Angelegenheit. Bisher war ein solches Konzept aus Mangel an Daten und Rechenleistung nicht durchführbar. Dies könnte sich allerdings in den nächsten Jahren ändern. Denn noch nie waren so viele Daten verfügbar, und Rechenleistung wird zugleich immer billiger.

Vorreiter Mallorca

  • Auf Mallorca ist ein solches System in kleinem Maßstab bereits seit 17. Mai 2017 im Einsatz. Bei einem Kreisverkehr wurden Magnetfelder im Kreisel installiert, welche die Verkehrsdichte alle 60 Sekunden messen. Je nach Verkehrsaufkommen kann die Ampelschaltung dort angepasst werden.
    Bis Staus endgültig der Vergangenheit angehören, werden wohl noch viele Jahre vergehen. Die Möglichkeiten, die Big Data und das Internet der Dinge bringen, bergen in sich allerdings das Potential, auch für Verkehrssysteme entscheidende Verbesserungen zu bringen.

  • Mallorca Intelligente Verkehrssysteme

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.