Roboter Fußball – Pioniersport der Automatisierung

Roboter Fußball auf den Spuren von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi: Pioniersport der Automatisierung Seit 1997 messen sich Ingenieure und Mechatronik-Experten aus aller Welt im RoboCup – der offiziellen Fußballweltmeisterschaft für Roboter.

Für die PRODOC Translations GmbH, dem Dienstleister für technische Übersetzungen im Bereich der Automatisierungstechnik, ist es spannend, die Sensorik und Software, die dahinter steckt, näher zu betrachten. Vor allem, da die „Bodenseekrokodile“ und ihre Robotor wahre Soccer-Künstler sind und beim RoboCup 2017 in Nagoya (Japan) den Weltmeistertitel nach Hause geholt haben. Das freut die PRODOC Translations GmbH besonders, da das Team von unserem Kunden, der Dr. Fritz Faulhaber GmbH, unterstützt wurde.

2017 fand der immer populärer werdende Wettbewerb in Nagoya, Japan statt. Obwohl man dort sehen konnte, dass die Fortschritte in der Mechatronik beachtlich sind, wird eines klar: Um ihren Platz in der Stammelf brauchen sich die besten Kicker der Welt derzeit noch keine Sorgen zu machen. Experten erwarten dem Menschen überlegene Roboter-Fußballer nicht vor dem Jahr 2050.

Roboter Fußball beim RoboCup 2017 mit deutschen Siegern

Anfang August gingen der RoboCup bereits zum 20. Mal über die Bühne. Zum Jubiläum fand der Roboter Fußball-Wettbewerb – der Pioniersport der Automatisierung -, bei dem in mehreren Disziplinen um den Titel gekämpft wird, in Japan statt – neben Deutschland traditionell die erfolgreichste Nation bei der Roboter Fußball-WM. Bei den Disziplinen sieht man einerseits auf die Größe: Man unterscheidet zwischen mannsgroßen Modellen bis hin zu Miniatur-Robotern, die in Teams gegeneinander antreten. Die Herausforderungen an Sensorik, Mechanik und Software sind überaus komplex.
Aber auch virtuell wird beim Roboter Fußball gegeneinander gekämpft – sowohl in 2D als auch in 3D wird gegeneinander angetreten. Hierbei stehen natürlich nicht die motorischen Fähigkeiten, sondern vor allem die „Soft-Skills“ im Mittelpunkt. Auch in diesem Jahr konnten sich übrigens wieder deutsche Teams in die Siegerlisten eingetragen: Die Hulks aus Hamburg haben im mixed Bewerb den Weltmeistertitel errungen, und hielten somit die deutschen Fahnen hoch.

Übermenschlicher Fußball bis 2050
Das große Ziel der Teilnehmer des RoboCups ist dasselbe wie jenes der Gründer dieser Veranstaltung: Nämlich bis zum Jahr 2050 ein Roboter-Team zu brauen, dass die besten menschlichen Fußballer der Welt zu besiegen imstande ist. Wenn man sich die doch eher behäbig torkelnden Roboter ansieht, die beim RoboCup 2017 mehr schlecht als recht versuchen, den Ball ins Tor des Gegners zu kicken, erschein dieses Ziel doch recht ambitioniert.

Hohe Preisgelder und prominente Förderer

Immerhin erfreut sich die RoboCup-Community schon jetzt recht großer Beliebtheit bei namhaften Sponsoren. Zu den Unterstützern und Sponsoren der Veranstaltung zählen unter anderem Großkonzerne wie Amazon, Sony, Toyota und Panasonic. Und das mit gutem Grund – denn der unaufhaltsame Trend zur Automatisierung macht es für diese Firmen einerseits interessant, bei neuesten Entwicklungen auf dem neuseten Stand zu sein, und andererseits auch das ein-oder andere Talent zu finden.

Visuelle Sensorik und vernetzte KI

Ein weiterer Aspekt, der Roboter Fußball für die zahlreiche Sponsoren überaus interessant macht, sind die technischen Innovationen, die bei den komplexen Robotern zum Einsatz kommen. Neben vernetzter künstlicher Intelligenz, die für das Teamplay wichtig ist, setzt man vor allem im Bereich der visuellen Sensorik auf neueste Entwicklungen. Visuelle Sensorik, wie etwa lichtempfindliche CCD-Sensoren oder Sensoren mit telezentrischer Optik, sind ein zentrales Element in der Robotertechnik, um die Orientierung und Visualisierung des Umfeldes möglichst zu optimieren. Denn nur wenn der räumliche Überblick stimmt, kann sich ein Roboter auch im Raum bewegen, und Objekte wie Bälle zunächst ansteuern, um sie schließlich ins Tor befördern. Die Fortschritte, die bei dieser überaus komplexem Mechatronik erzielt werden, könnten in Zukunft für die Entwicklung zahlreicher Anwendungen von Robotern für den Alltag und die Industrie von Bedeutung sein.
Der besuch des RoboCups lohnt sich übrigens – denn die Stimmung bei dem Wettbewerb ist überaus mitreißend. Der nächste RoboCup findet übrigens im Jahr 2018 in Montreal, Kanada statt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.