Space Exploration – die Zukunft der Raumfahrt

Mit dem Aufkommen der privaten Raumfahrt hat die Eroberung des Weltraums im 21. Jahrhundert wieder deutlich Fahrt aufgenommen – und mit ihr einher gehen dramatische technologische Fortschritte.

Die Ziele dieser Entwicklung klingen ebenso kühn wie utopisch: Asteroiden-Bergbau, Kolonien auf dem Mars, die Eroberung neuer Welten, und letztlich das Überleben der Menschheit. 

Solarenergie wird auch in der Weltraumtechnologie verwendet, das ist nichts Neues. Da eine der Branchen, in der die PRODOC Translations GmbH besonders aktiv ist, die Energietechnik ist, ist das Thema der Zukunft der Raumfahrt vor diesem Hintergrund besonders interessant.

Handelt es sich doch bei der Energietechnik um jenen Industriezweig, der im Grunde die Werkzeuge und Technologien liefert, welche die Basis jeder modernen Wirtschaft darstellt. Denn wo wären die führenden Industrienationen heute, ohne jederzeit verfügbare Energie?

Raketentechnologie und private Raumfahrt

  • In den letzten Jahren stand es nicht gut um die öffentlichen Weltraumprogramme. Institutionen wie die NASA mussten dramatische Budgetkürzungen hinnehmen und sind nur noch ein Schatten ihrer selbst im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren, in denen man mit Geschichte schrieb, indem erstmals Menschen auf dem Mond brachte.

  • Weltraum erobern Raumfahrt

Im 21. Jahrhundert sorgte allerdings das Aufkommen des Internets indirekt für einen neuen Boom von Weltraumtechnologien – angetrieben von visionären Unternehmern. Neue Global-Player im Internet machten einige ambitionierte Unternehmer zu Multimilliardären, und eben diese machten die Eroberung des Weltraums wieder salonfähig.
So starteten beispielsweise der Amazon-Gründer Jeff Bezos und der Paypal-Co-Gründer Elon Musk ein technologisches Wettrennen von großer Bedeutung für die Raumfahrt: Ziel ist es, Raketen zu konstruieren, die wiederverwendbar sind, die also für mehr als nur einen einzigen Flug gebraucht werden können. Dies würde die Kosten für einen Weltraumflug um den Faktor 100 verringern. Und gerade die enormen Kosten sind das größte Hindernis für neue Weltraumprogramme.
Beide Unternehmen, Bezos‘ Blue Origin und Musks Space X, konnten bereits große Erfolge verzeichnen, und längst Aufträge im Wert von Milliarden Dollar lukrieren, um etwa Satelliten in den Orbit zu bringen und Weltraumstationen zu versorgen.

Raumfahrt und die multiplanetäre Gesellschaft

  • Die eigentliche Motivation dieser privaten Initiativen sind nicht unbedingt rein materieller Natur. Gleich mehrere bedeutende Persönlichkeiten sehen die Besiedelung des Weltraums für den Menschen als überlebensnotwendig. Da eine auf der Erde festsitzende Menschheit zahlreichen Gefahren ausgesetzt ist, die ihren baldigen Untergang bedeuten könnten, sieht beispielsweise der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking die Erschließung neuer Welten als essentiell für unser Überleben an. Als Bedrohungen beziffert er beispielsweise durch den Menschen selbst verschuldete Probleme wie den Klimawandel, potentielle Atomkriege und das hypothetische Szenario einer bösartigen Künstlichen Intelligenz.

  • Raumfahrt multiplanetäre Gesellschaft

Aber auch externe Bedrohungen wie Asteroiden, die das Leben auf der Erde auslöschen könnten, oder, weit später aber doch ein Faktum, eine Vernichtung der Erde durch die expandierende Sonne.
Wenn der Mensch seinen Lebensraum auf möglichst viele Planeten verteilen kann, so lautet die Argumentation, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit ihrer Ausrottung durch singuläre Ereignisse wie die zuvor geschilderten. Innerhalb der nächsten 100 Jahre müssen diese Strategien verwirklich werden, so meint Hawking, der ansonsten befürchtet, es könnte die für die Menschheit zu spät sein.

Kolonien in fremden Welten

  • Bis die erste Kolonie auf einem fremden Planeten errichtet ist, werden allerdings wohl zumindest noch einige Jahrzehnte vergehen. Der Aufwand für ein solches Projekt wäre enorm, denkt man an die lebensfeindlichen Bedingungen, die überall sonst im Universum herrschen. Zunächst bietet sich wohl Mondbasis mit dauerhaften Bewohnern an, da dieser am einfachsten zu erreichen ist. Elon Musk hat erst vor kurzem seinen ambitionierten Plan veröffentlicht, eine solche Kolonie auf dem Mars zu verwirklichen.

  • Weltraum Raumfahrt

Bis dahin werden wohl aber noch einige Jahrzehnte vergehen. Klar ist auch, dass es sich für Abenteurer, die zu einer solchen Mission auf den Mars aufbrechen, um eine ohne Wiederkehr handeln wird.

Mit Nano Raumschiffen zu Alpha Centauri

Stephen Hawking selbst engagiert sich für ein besonders spannendes Projekt zur Erforschung, und vielleicht späteren Erkundung des Weltraums. Er ist Schirmherr des Projekts Starshot, an dem auch die NASA beteiligt ist. Bei diesem Projekt wird auf einen völlig neuen, futuristischen Antrieb gesetzt: Auf Lichtstrahlen. Zunächst sollen winzige Nano-Raumschiffe mit Laserstrahlen angetrieben werden, später unter Umständen auch größere Raumschiffe. Mit dieser Technologie sollen bis zu 20% der Lichtgeschwindigkeit erreicht werden können, so wurde berechnet. Das ist ein vielfaches der Geschwindigkeit, die mit herkömmlichen Antrieben erzielt werden kann. Das dem Sonnensystem nächstgelegene System Alpha Centauri könnte auf diesem Weg innerhalb von nur 20 Jahren erreicht werden.

Rohstoffe abbauen auf Asteroiden

  • Neben diesen humanistischen Motiven der Weltraumeroberung hat die Raumfahrt natürlich auch kommerzielle Hintergründe.

    Das Space-Mining, also der Plan Rohstoffe im Weltraum zu fördern, hat eine ganze Reihe von Projekten entstehen lassen.

  • Asteroid Raumfahrt Rohstoffe

Allein im Sonnensystem bewegen sich abertausende von Asteroiden, die teilweise aus Millionen Tonnen von wertvollen Metallen und anderen Elementen bestehen.

Würde es gelingen, diese nutzbar zu machen, würde dies die Rohstoffknappheit auf der Erde zumindest für bestimmte Elemente auf einen Schlag beenden.

Der Staat Luxemburg hat erst im vergangenen Jahr eine Gesetztes-Initiative in dieser Hinsicht gestartet. Aber auch einige Unternehmen mit namhaften Investoren an Bord beschäftigen sich mit solchen utopisch anmutenden Projekten.
Es sieht also ganz danach aus, als würden die kommenden Jahrzehnte uns in eine Welt führen, die der Feder eines Science-Fiction-Autors entsprungen ist. Aber ganz egal welche von diesen Plänen tatsächlich umgesetzt werden, es ist offensichtlich, dass all diese Bemühungen zahlreiche Technologische Fortschritte mit sich bringen werden, die die Menschheit weiter bringen.

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